Keine Frage, Musik ist allgegenwärtig. Die Branche ist träge und bricht immer mehr zusammen. Oder anders ausgedrückt, sie scheint zeitweise blind und konservativ zu handeln. Es kann für den Betrachter der Eindruck entstehen, als ob man Angst hätte etwas zu ändern.
Und das ist doch genau das, worauf es ankommt. Die Reflektion über das eigene Tun und das Ausprobieren neuer Wege und Möglichkeiten sind für Unternehmen, egal welcher Größenordnung, und auch für einen selbst, essentiell.

(Bildquelle:nichtlustig.de)
Was hat das ganze mit Viralem Marketing zu tun, kann man sich da fragen?!
Na, was ist die beste Empfehlung?
Klar, die von einem Vertrauten, einem Freund.
Vor allem in Sachen Musik. Ich höre sehr viel Musik und kaufe Unmengen Tonträger. Ohne die Empfehlungen von Freunden und vertrauten Musikhändlern wären einige hundert Tonträger weniger in meinem Plattenregal . Mit Sicherheit.
Poster- und Flyeraktionen, Banner und viele andere visuelle Werbeaktionen fanden bei mir noch nie großen Anklang. Wie Untersuchungen belegen, bin ich nicht der einzige, den diese Werbestrategie kalt lässt.
Musik ist eine emotionale Ware und kann sich nur durch Emotionen empfehlen und verkaufen.
Kostenlose Klangbeispiele, die Mobilisierung von Die Hard Fans, die Freunde begeistern, eine Investition in die Bühnengestaltung, als bleibende Erinnerung sind Beispiele, die sicherlich mehr greifen, als typische Printwerbung.
Musik, die nicht schon 5000mal gehört wurde und die den Hörer mitreißt, im Gegensatz zu Songs die als Substitut durchgehen, fördern die Bereitschaft, wieder Geld für Musik zu bezahlen. Das „Dieter Bohlen Zeitalter" ist vorbei, die Leute möchten berührt und nicht abgefertigt werden.
Es ist wie im eigenen Leben. Man trauert verpassten Situationen und eventuellen Eventualitäten nach, die man nicht umgesetzt hat. Doch dann ist es zu spät, die Zeit ist abgelaufen, die Reue vergeudete Zeit.
Man kommt nur voran, wenn neue Wege und Möglichkeiten beschritten werden und das kontinuierlich und immer wieder. Nach vorne schauen ist die Devise.
In schlechten Zeiten an den Maßnahmen festzuhalten, die sich nicht bewähren, bringt sicherlich keinen Erfolg.
Die Ersten fangen an sich langsam zu bewegen, um Wege zu beschreiten, um das Feuer, den Virus wieder in Gang zu setzen.
Vielleicht erzielen neue Wege positivere, vielleicht auch negativere Ergebnisse. Vielleicht ändert sich am Ergebnis auch gar nichts.
Doch kann man auf jeden Fall sagen, dass man es guten Gewissens versucht hat, die Sache von einer neuartigen, aktiven Seite anzugehen anstatt nur Zuschauer zu sein.
Reimut