
Xavier Reinhart, seines Zeichens Präsident von
Eklipse Global, erteilte uns letzte Woche in einem Schreiben persönlich eine Absage, obwohl wir nie zuvor mit ihm oder seiner Foundation in Kontakt getreten sind.
Was zunächst etwas befremdlich aussah, entwickelte sich dann aber trotz anders lautender Worte im Anschreiben zu einer vagen Kontaktaufnahme, die auch anderen Personen und Unternehmen im Internet zuteil wurde. So erhielt zum Beispiel der Feder & Schwert Verlag ebenfalls ein solches Schreiben, allerdings nicht in Form eines Briefes sondern per Fax. Bei einigen ging auch einfach eine entsprechend aussagekräftige Email ein.
Diese vage Kontaktaufnahme war auf jeden Empfänger persönlich zugeschnitten, sodass dieser auch ja dem weißen Kaninchen in den tiefen, dunklen Bau folgen würde. Drinnen im Bau wurde dann die Website von Eklipse Global entdeckt und damit auch die merkwürdigen Forschungsprojekte dieses Unternehmens. Jene sind anscheinend über die ganze Welt verteilt und es sind wohl noch dazu bereits einige Millionen Euro an Forschungsgeldern in diese Projekte investiert worden. Es sieht also alles in allem nach einem Millionenschweren Unternehmen aus, die noch dazu gerade ihr neues Stipendiats-Programm vorgestellt haben. Doch wie wird sich das alles weiterentwickeln? Wie wird der weitere Kontakt mit dem Unternehmen laufen?
Natürlich kann man diese Fragen noch durch eine viel längere Liste an Fragen ergänzen, aber genau das findet zu Beginn eines ARGs häufig statt. Man stellt sich erst einmal die unterschiedlichsten Fragen. Bei Final Mill war es Anfang des Jahres beispielsweise so, dass man sich erst einmal fragen musste, wass es denn mit dem Lochkarten auf sich hatte und welches Geheimnis hinter der Buchstabenkombination steckte, die man beim Auslesen der Lochkarten dann vor sich sah. Erst im Verlauf des ARGs wurde klar, dass es sich dabei um eine verschlüsselte Nachricht handelte.
Ähnlich verhielt es sich auch mit Push11 - dem Alternate Reality Game zu Sebastian Fitzeks Thriller "Das Kind". Hier löste der Inhalt eines USB-Sticks die Fragen aus, denn auf dem Stick befand sich ein kurzer Clip, der nichts anderes zeigte als eine Fahrstuhlfahrt. Wer genau hinsah konnte für den Bruchteil einer Sekunde dann eine URL in dem Clip sehen, doch auch die so gefundene Website warf zunächst einmal weitere, neue Fragen auf.
Wichtig für den weiteren erfolgreichen Verlauf ist dann jedoch, dass zumindest ein Teil dieser Fragen auch beantwortet wird. Natürlich dürfen sich in dem Zusammenhang auch wieder neue Fragen ergeben. Aber wenn man immer im Dunkeln gelassen wird, verliert man irgendwann das Interesse daran und kehrt der Sache den Rücken zu, und das will ja schließlich niemand. Wir sind also gespannt was uns der Herr Reinhart noch schönes zu berichten hat und hoffen auf weitere Informationen dazu.